Viele Erkrankungen werden durch Haltungs- bzw. Fütterungsfehler verursacht.
Meerschweinchen sind gesellige Tiere und sollten daher stets zu zweit oder in Gruppen gehalten werden. Die Haltung von zwei männlichen Tieren ist unproblematisch, bei Gruppenhaltung mit mehr als zwei Böcken entwickeln sich häufiger Beißereien. Meerschweinchen sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere.
Der Käfig sollte mindestens 1-4 m2 groß sein. Als Einstreu dienen nicht imprägnierte Sägespäne, darüber weiches Stroh und Heu zum Verstecken und Wühlen. Zweige von Weide, Haselnuss, Buche, Apfel- und Birnbaum stellen Nagematerial dar. Um Ballengeschwüre vorzubeugen, sollte die Bodenschicht mindestens 4 cm dick sein. Als Fluchttiere sollte den Meerschweinchen die Möglichkeit zum Verstecken geboten werden. Geeignet ist ein tunnel- oder hüttenartiger, nach zwei Seiten offener, ausreichend dunkler Unterschlupf. Der Tunnel muss so breit sein, dass sie sich darin umdrehen bzw. aneinander vorbei kriechen können.
Der Käfig muss wenigstens 1mal pro Woche gereinigt werden.
Die optimale Umgebungstemperatur beträgt 18-26°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30-60%
Meerschweinchen fressen ca. 100 kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt, daher sollte Futter kontinuierlich zur Verfügung stehen. Als Grundfutter gelten Heu von guter Qualität und Gras, was wichtig für die Verdauungstätigkeit und den Abrieb der Backenzähne ist. Eiweißreiches Körnerfutter führt bei übermäßiger Gabe zur Verfettung und zu geringerem Zahnabrieb. Die Futterzusammensetzung sollte sich nur langsam und saisonbedingt ändern, plötzliche Umstellungen sind zu vermeiden. Verfüttert werden kann neben Heu und Gras: Löwenzahn, Möhrengrün, Karotten, Petersilie, Chicorée, Salat (ungespritzt), Spinat, Sellerie, Futter- oder Steckrüben, Kohl, Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Äpfel, Birnen und in kleinen Mengen hartes Brot. Körnermischungen können enthalten: Mais, Gerste, Hafer, Weizen, Haferflocken, Kartoffelflockenkleie.
Frisches, sauberes Trinkwasser sollte ständig in Flaschen mit Saugstutzen zur Verfügung stehen. Auf eine ausreichende Vitamin C-Versorgung über Grünfutter und Steckrüben muss geachtet werden. |
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Viele Erkrankungen bei Hamstern werden durch Haltungs- und Fütterungsfehler verursacht. Der Goldhamster benötigt einen Käfig von 60x40x30 cm. Als Boden ist eine gut zu reinigende Kunststoffwanne ratsam. Ein Schlafhäuschen von 15x15x10 cm mit einem Einschlupfloch von 5x5 cm wird gerne angenommen. Als Einstreu können Sägespäne, Holzwolle und Zellstoff verwendet werden.
Die zum Laufen angebotenen Laufräder können, wenn zu klein gewählt auf Dauer zu Rückenschäden führen. 1-2mal pro Woche muss der Käfig vollständig gereinigt werden, die Futtervorräte auf leicht verderbliches Futter überprüft werden.
Die optimale Umgebungstemperatur beträgt 20–23°C bei einer relativen Luftfuchtigkeit von 40–50%.
Der Hamster ist ein Einzelgänger, wobei aber insbesondere das Männchen ein relativ friedliches Tier ist, das bei ruhigem Umgang und genügend Zuwendung leicht zahm wird. Als nachtaktivem Tier sollte man dem Hamster Zeit lassen, langsam aufzuwachen, bevor man ihn anfasst.
Für eine ausgewogene Ernährung sind sowohl pflanzliche als auch tierische Eiweißquellen nötig. Zur Deckung des tierischen Eiweißbedarfs eignen sich Milch, Fleisch, Leber, Fisch, Hartkäse, Mehlwürmer und hartgekochte Eier. Ein unzureichender Anteil an tierischem Eiweiß kann einen Mangel verursachen, der sich in allgemeiner Schwäche, Abmagerung und Muskelschwund äußert. Als Saftfutter dienen Salat (ungespritzt), Karotten, Birnen, Äpfel, Löwenzahn, Sellerie, Kohl und anderes Gemüse. Weiter bevorzugen Hamster Hafer, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Nüsse, zum Nagen hartes Brot, Knospen und Äste von unbehandelten Obstbäumen, Weide, Buche, Haselnuss, Hundekuchen, Knochen und immer Heu. Eine Selbsttränke mit täglich frischem Wasser muss angeboten werden.
Um Verdauungsstörungen vorzubeugen, ist die Fütterung vielseitig zu gestalten, plötzliche Futterwechsel sowie Verabreichung von verdorbenem oder verschimmeltem Futter sind zu vermeiden.
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