Die meisten Erkrankungen der Schlangen sind direkt oder indirekt haltungsbedingt!
Haltung:
Die Lebensäußerung von Schlangen sind stark abhängig vom Licht (Artgerechte Lichtintensität und Lichtqualität, wie Ultraviolett und Rotlichtanteil). Subtropische und tropische Schlangen benötigen einen Tag-Nacht-Rhythmus von je 12 Stunden.
Schlangen benötigen zwingend eine Wärmezufuhr von außen, die an einem Ende des Terrariums wirken soll und somit unterschiedliche Temperaturbereiche entstehen lässt. Um eine Verletzungsgefahr auszuschließen sollten Heizung und Lichtquelle immer außerhalb des Terrariums angebracht sein.
Fehler bei Licht- und Wärmeregime können zu Fressunlust, Bewegungsunlust, Kränkeln, Verkrümmung der Wirbelsäule/Skeletts etc. führen.
Beim Bau des Terrariums ist das Biotop, aus dem das Tier stammt (Regenwald-, Steppen-, Wüstenterrarien u. ä.), deren Körpergröße, sowie ihrer Neigung zur Bewegungsaktivität zu berücksichtigen.
Faustregel (Mindestmaß): Diagonallänge des Terrariums – Gesamtlänge des Tieres.
Für ausreichende Rückzugsmöglichkeiten und Versteckplätze mit Rückenkontakt ist zu sorgen, da ansonsten mit einer erhöhten Stressbelastung und damit einhergehender Aggression des Tieres zu rechnen ist.
Fütterung:
Schlangen fressen ausschließlich Beutetiere im Ganzen, einschließlich deren Organe – zur Versorgung mit Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen.
Je nach Schlangenart handelt es sich um Säuger, Fische, Reptilien oder Vögel. Einige Arten fressen Wirbellose, andere sind Nahrungsspezialisten (Echsenfresser, Schlangenfresser, Eierfresser).
Da die Beute im Ganzen verschlungen wird, ist es günstiger, zwei kleine als ein zu großes Beutetier zu füttern, um Verstopfungen zu vermeiden.
Die Fütterungshäufigkeit richtet sich nach dem Alter, der Jahreszeit, dem Sexualzyklus.
Erwachsene: alle 1-4 Wochen.
Jungtiere: wöchentlich - täglich (unter Umständen müssen die Beutetiere zerkleinert werden).
Kurz vor und während der Winterruhe, sowie während der Häutung wird keine Nahrung aufgenommen.
Durch fehlerhafte Fütterung auftretende Probleme sind z. B. :
Verstopfung, Erbrechen(zu große Beutetiere, zu kalte Umgebung), Häutungsprobleme, Hautprobleme, Bewegungsunlust, Zitterkrämpfe (Vitaminmangel).
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